Pläne und Termine

Das Leben ist kein langer, ruhiger Fluss.

Boar. Ich glaubte ja, dass mit der Wohnungsabnahme ein wenig Ruhe einkehren würde. Aber da hab ich mich wie so oft zu früh gefreut. Anbei ein kleiner Abriss der letzten vier Tage – und ein kleiner Ausblick auf die nächsten Tage:

  • Montag: Wohnungsabnahme. Danach haben Dirk und ich die Zahlungsanweisungen nach Absprache mit unserer Sachbearbeiterin direkt bei der Bank vor Ort in den Briefkasten geworfen. Allein diesen Briefkasten zu finden war eine kleine Odyssee, auf der wir wichtige Informationen bekommen haben wie: „Benutzen Sie diesen Briefkasten nicht, er wird nur ein mal in der Woche gelehrt!“ Ah ja ….
    Abends kam dann noch eine Mail von der „charmanten“ Maklerin, über die unsere Ex-Vermieterin mit uns kommuniziert. Die Wohnung wäre ja so weit okay (klar, sie hat ja auch eine Topwohnung zurückbekommen und nicht die Bruchbude, die wir vor 9 Jahren gemietet haben!). Aber die werte Dame würde einen Spiegel vermissen, der bei Einzug in der Wohnung war. Wenn wir diesen Spiegel nicht bis 31.1. zurückgeben, würde sie einen neuen kaufen und uns den Kaufpreis von der Kaution abziehen. Zur Erklärung: Bei unserem Einzug hing in dieser Wohnung tatsächlich ein unfassbar scheußlicher Spiegel, Modell 1981 mit schwarzem Rahmen und zwei von diesen schebbigen verspiegelten Glühbirnen – ihr erinnert euch bestimmt ;o)) Wir haben dieses Gruselding sofort abgehängt und zusammen mit der Spüle an die Ex-Vermieterin zur Aufbewahrung übergeben – leider ohne Protokoll, denn damals verstanden wir uns prächtig. Die Spüle hat sie nun gefunden, den Spiegel angeblich nicht. Vermutlich wird sie das Ding in einer der vielen Sperrmüllabfuhren entsorgt haben, die sie in den letzten 9 Jahren hatte. Aber warum sollen wir dafür aufkommen?
    Kleiner Nebenkriegsschauplatz: Die Maklerin machte uns darauf aufmerksam, dass wir ihrer Meinung nach sowieso erst frühestens in 6 Monaten mit der Kaution rechnen können. Wir haben uns erspart, diese Fehlinformation zu kommentieren, sondern haben nun der Ex-Vermieterin eine Frist gesetzt bis zum 6.2. Wenn sie bis dahin nicht überwiesen hat, bekommt unser Anwalt Arbeit. So.
  • Dienstag: Nachdem wir den ganzen Tag nichts von der Bank gehört haben, habe ich dann Nachmittags dort angerufen – bei Versuch Nummer 8 ging dann auch tatsächlich jemand ans Telefon!  Der Brief wäre da, man hätte aber noch keine Zeit gehabt, ihn zu bearbeiten. Nun gut, meine Nerven sind ja gut im Training ;o))
  • Mittwoch: Den ganzen Tag habe ich auf den versprochenen Anruf der Bank gewartet – nichts. Dann habe ich es Nachmittags selbst versucht – wieder ging niemand ans Telefon. Abends habe ich dann eine Rotes-Ausrufezeichen-Mail an die Bank geschrieben mit der Bitte, dass sie sich sofort melden!
  • Donnerstag: Über die Zentrale habe ich um 10 Uhr endlich die Sachbearbeiterin erreicht – Krankenstand, ihr wisst schon. Sie versprach mir, das Geld unverzüglich anzuweisen, denn die Unterlagen lägen schon beim Chef. Zwischen 11 und 12 hatte ich dann einen Termin. Danach bin ich auf die Baustelle gefahren, weil ich dachte, wir könnten Schlüsselübergabe machen. Doch dort erfahre ich, dass das Geld nicht eingetroffen ist. Außerdem waren die Handwerker noch eifrig zugange in unserer Wohnung. Ziemlich frustriert bin ich dann wieder abgefahren. Kurze Zeit später meldete sich die Sachbearbeiterin: Die Überweisung wäre um 11,30 Uhr telegrafisch rausgegangen. Normalerweise dauert so eine Überweisung 30 Minuten. Aber was ist in unserem Fall schon normal … um 16 Uhr ist das Geld immer noch nicht da. UPDATE 16,54 Uhr: Das Geld ist da! Ich brauche einen Schnaps ;o))
    Kleiner Spaß am Rande: Unsere Ex-Vermieterin lies uns eine Rechnung ihres Installateurs schicken, die wir bezahlen sollen. Beim Ausbau der Küche ist aufgefallen, dass das Kaltwasser-Eckventil in der Wand defekt war. Nach telefonischer Rücksprache mit ihr waren wir so nett, den Installateur anzurufen und mit ihm einen Termin zur Reparatur auszumachen. Daraus leitet sie nun ab, dass wir diese Rechnung bezahlen müssen … *augenroll*. Ich habe den Installateur angerufen und ihm gesagt, dass ich die Rechnung zurück sende – Defekte an hauseigenen Installationen sind schließlich immer Vermietersache. So langsam nervt mich diese Frau wirklich …

Die Termine für die nächsten drei Tage:

  • Freitag: 11 Uhr – Übergabe der Schlüssel, 12 Uhr – Lieferung des neuen Tischs und der Stühle, 14 Uhr – putzen. Abends – packen bei meinen Eltern. Die WG ist sehr schön, aber wir sind auch froh, wenn wir wieder unsere eigenen vier Wände haben. Und meine Eltern mit Sicherheit auch ;o))
  • Samstag: Um 8,30 Uhr fährt unser Container vor. Die Umzügler schätzen, dass es vier Stunden dauert, den Container auszuladen und unsere Möbel aufzubauen. Danach fahren wir dann zu meinen Eltern und holen unsere Matratze, denn die erste Nacht in der neuen Wohnung muss unbedingt bequem genossen werden ;o))
  • Sonntag: Mittags treffen wir uns mit Freunden und zwei Kleintransportern bei meinen Eltern, um die ganzen anderen Kisten abzuholen. Mein Büro muss dann umziehen, alle Lebensmittel und Vorräte und auch unsere ganzen Putzmittel – Flüssigkeiten konnten wir ja nicht einlagern wegen der Minustemperaturen. Sollte noch irgendwann dazwischen Zeit sein, werden wir … auspacken ;o))
  • Montag: auspacken, auspacken, auspacken. Außerdem wird noch mein neuer, elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch geliefert.
  • Dienstag: auspacken.
  • Mittwoch: auspacken.
  • Donnerstag: auspacken (das dauert ja immer länger als einpacken, ächz).
  • Freitag, 30.1.: Die Küche wird geliefert und eingebaut.
  • Ab 1.2.: Ruhe und Genuss und Zeit und keine Probleme mehr. Und zwar ausschließlich ;o))

Ein wenig, aber nur ein ganz klein wenig gestresst,
Christa

 

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